Die jüngste Rallye von Bitcoin hat die seit Wochen unter Druck stehenden Mining-Aktien kräftig belebt: Bitcoin stieg laut Marktbeobachtern um rund 23 Prozent binnen einer Woche und setzte damit einen deutlichen Impuls für börsennotierte Miner.
Kursgewinne bei Minern übertreffen AI-Aktien
Mehrere Mining-Unternehmen verzeichneten deutliche Kurssprünge. Canaan, American Bitcoin und Cango legten dem Bericht zufolge zwischen 41 und 67 Prozent zu. Im Vergleich dazu stiegen einige AI- und HPC-nahe Infrastrukturwerte wie CoreWeave, Nebius und IREN um deutlich geringere Prozentsätze oder blieben weitgehend stabil.
Die Daten stammen aus dem Miner Weekly-Newsletter von BlocksBridge Consulting, der die Outperformance klassischer Bitcoin-Exponierung gegenüber AI-Pivots in den Vordergrund stellte.
Drei Treiber der Rallye
BlocksBridge identifizierte drei entscheidende Faktoren für den Anstieg des Bitcoin-Kurses:
- Die Ankündigung des US-Finanzministeriums, das Volumen seiner Liquiditätskäufe für längerfristige Staatsanleihen mindestens zu verdoppeln.
- erneute regulatorische Zuversicht nach einem Treffen im Weißen Haus, bei dem US-Präsident Donald Trump den Kongress aufforderte, eine als «fair» bezeichnete Version des CLARITY Act zu verabschieden.
- ein heftiger Short Squeeze nach dem Ausbruch, der zur Liquidation von über 1,6 Milliarden US-Dollar an Krypto-Positionen innerhalb von 24 Stunden führte.
Diese Kombination aus makroökonomischen Maßnahmen, regulatorischem Momentum und technischen Marktbewegungen dürfte die Dynamik hinter dem Preisanstieg verstärkt haben.
Bitcoin-Preis bleibt bestimmend für Miner
Analysen zeigen, dass der Bitcoin-Preis nach wie vor einen starken Einfluss auf Mining-Aktien ausübt, selbst nachdem viele Miner in den letzten Jahren verstärkt in AI- und Hochleistungsrechen-Infrastruktur investiert haben. Der Markt belohnt offenbar direkte BTC-Exponierung kurzfristig stärker als reine AI-Strategien.
Eine separate Auswertung von BlocksBridge ergab zudem ein Missverhältnis zwischen Investitionen und Erträgen im AI-Bereich: Öffentlich gehandelte Miner hätten rund 15 US-Dollar in AI-Rechenzentren investiert für jeden 1 US-Dollar an AI-bezogenen Erlösen. Neun börsennotierte Miner erzielten demnach im Jahr 2026 bisher 341,2 Millionen US-Dollar an AI- und HPC-Umsätzen bei gleichzeitig 5,11 Milliarden US-Dollar an entsprechenden Kapitalausgaben.
Die jüngsten Kursbewegungen unterstreichen, dass trotz langfristiger Diversifizierungsstrategien der direkte Zusammenhang zwischen Bitcoin-Preis und Mining-Aktien weiterhin stark ausgeprägt ist.








