BitGo-CEO: Quantencomputer könnten Bitcoin langfristig bedrohen, unmittelbare Gefahr aber gering

Keine akute Bedrohung durch Quantencomputer

Mike Belshe, Co-CEO des Kryptowährungsdienstleisters BitGo, hat die Risiken durch Quantencomputer für Bitcoin eingeordnet und betont, dass eine unmittelbare Gefährdung derzeit nicht besteht. In einem Fernsehauftritt sagte er, es gebe aktuell keine Quantencomputer, die eine unmittelbare Bedrohung für Bitcoin darstellten.

Gleichzeitig räumte Belshe ein, dass die Gefahr langfristig real sei und die Branche bereits an Lösungen arbeite. Er wies darauf hin, dass existierende Quantenrechner noch extrem begrenzt seien: «We only have, like, quantum computers that theoretically work, so single digits to 100, so we’re really far away.»

Branche reagiert mit Forschung und Produkten

Die Kryptoindustrie setze demnach auf Forschung und die Entwicklung neuer Technologien, um den künftigen Risiken zu begegnen. Belshe verwies darauf, dass es Investitionen in diesem Bereich gebe, die teilweise auch in die Entwicklung quantenresistenter Lösungen flössen.

BitGo selbst habe bereits eine quantenresistente Wallet auf den Markt gebracht, betonte Belshe: «So, we have BitGo launch a quantum-resistant wallet. It’s not perfect, and there’s more changes that need to happen.» Damit sei ein erster Schritt getan, zugleich aber noch Arbeit erforderlich.

Finanzielle Impulse und Erwartungen

Belshe erwähnte, dass neue Investitionen in die Branche flössen: «I think it’s good news for the digital asset industry, which is that at this point there’s new investments coming in, digital billions of dollars, money, the claims money, etc.» Diese Mittel könnten Forschung und Infrastrukturentwicklung beschleunigen.

Er betonte jedoch auch, dass die Technologie weiterhin in Entwicklung sei und Verbesserungen nötig bleiben, um langfristig robust gegen Quantenangriffe zu sein.

Volatilität und Marktzyklen

Zum Zustand des Kryptomarktes äußerte Belshe sich ebenfalls und warnte vor anhaltender Volatilität. «The industry goes through ups and downs, and we’re changing the way the financial system works,» sagte er und machte deutlich, dass solche Prozesse Zeit brauchen: «Stuff takes time.»

Er stellte klar, dass Marktteilnehmer auf Schwankungen vorbereitet sein müssten: «If you’re not ready for a 20% drop, you certainly aren’t ready for 600% gains.»

  • Aktueller Stand: keine unmittelbare quantenbedingte Gefahr für Bitcoin
  • Branche investiert in Forschung und quantenresistente Technologien
  • BitGo hat eine quantenresistente Wallet eingeführt, die noch weiterentwickelt werden muss
  • Kryptomarkt bleibt volatil; langfristige Veränderungen brauchen Zeit